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So können Wildpflanzen unser Mikrobiom im Darm positiv beeinflussen

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The Natural Cheat Code Guide

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VON ELKE HAMETNER | DEZEMBER 2025

So können Wildpflanzen unser Mikrobiom im Darm positiv beeinflussen

Wildpflanzen enthalten eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen, Bitterstoffen und natürlichen Ballaststoffen. Wie eine Studie nun zeigt, können diese den Aufbau und Erhalt unseres Mikrobioms unterstützen, welches eine zentrale Rolle für Stoffwechsel, Immunfunktion und Entzündungsregulation spielt. 

Wie kann sich unser Körper durch den Verzehr von Wildkräutern verändern?

Im Rahmen der Studie ernährte sich ein Proband ausschließlich von Wildpflanzen, Beeren, Nüssen und etwas Wildfleisch. Nach einer vierwöchigen Wildernährung zeigten sich signifikante strukturelle und großflächige Veränderungen des Mikrobioms. Im Vergleich zu bekannten Diätformen waren die Ergebnisse deutlich stärker. Dies zeigte sich beispielsweise durch den Gewichtsverlust des Probanden von 4 kg während der Wildernährung. Zudem nahm die Biodiversität der Darmbakterien durch die wilde Ernährungsform deutlich zu. Einige positive Veränderungen blieben teilweise sogar noch nach der Rückkehr zur normalen Ernährung bestehen.

 

Naturvielfalt als Schlüssel für ein starkes Mikrobiom

Im Gegensatz zu gezüchteten Kulturpflanzen besitzen Wildkräuter ein viel breiteres Wirkstoffspektrum und liefern wertvolle Mikronährstoffe in ihrer ursprünglichen Form. Sie besitzen einen hohen Anteil an Ballaststoffen und weisen somit unterschiedliche Fasertypen auf, die über eine weit höhere phytochemische Diversität zur Unterstützung der Darmbakterien verfügen. So zeigte sich auch während der Studie in der Wildnahrungsphase eine erhöhte Kapazität für die Biosynthese von Aminosäuren, wie z. B. Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan.

Insgesamt kann der regelmäßige Verzehr von Wild- und Heilkräutern langfristige, strukturelle Effekte auf unsere Darmflora haben, wodurch unser Immunsystem reguliert und der Stoffwechsel aktiviert werden kann.

 

Die neue Studie macht deutlich:

Kleine kontinuierliche Mengen bioaktiver Pflanzenstoffe wirken oft nachhaltiger als kurzfristig hohe Dosen. Außerdem fördern unterschiedliche Kräuter diverse mikrobielle Funktionen, weshalb Pflanzenvielfalt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit spielt. Kräuter und Wildkräuter sind relevante Vertreter wild wachsender Pflanzen und können durch ihre hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und fasergestützten Substraten potenziell ähnliche Effekte unterstützen.

Kräuter und Wildkräuter stellen somit einen evidenzbasierten Ansatz dar, um das Mikrobiom zu verändern und so die Gesundheit und das gesamte Wohlbefinden zu fördern.

Rampelli, S., Pomstra, D., Barone, M. et al. Consumption of only wild foods induces large scale, partially persistent alterations to the gut microbiome. Sci Rep 15, 16593 (2025). https://doi.org/10.1038/s41598-025-00319-5

Autor:in im Spotlight

ELKE HAMETNER 

Elke Hametner verbindet jahrtausendealtes Wissen mit modernen Methoden. Ihre Ausbildungen in TCM-Ernährung, Gesichtsanalyse, Ohrakupunktur, Bowtech und Liebscher & Bracht ergänzen sich mit Matrix-Rhythmus-Therapie und Phytotherapie – natürliche Begleiter zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

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