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The Natural Cheat Code Guide

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VON ELKE HAMETNER | Mai 2026

So Wirken Pflanzliche Stoffe 

 Die Kraft von Kräutern

Wie wirken Pflanzenstoffe? Wieso sind natürliche Pflanzenstoffe so wichtig für unseren Körper? Und wie unterscheiden sie sich von isolierten Nahrungsergänzungsmitteln?

Während moderne, synthetische Nahrungsergänzungsmittel oft auf einzelne isolierte Stoffe setzen, arbeitet die Natur im Teamwork über ein hochkomplexes Netzwerk aus Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Bitterstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Bitterstoffen, Enzymen und natürlichen Begleitstoffen. Aufgrund dieses Zusammenspiels und ihrer einzigartigen Wirkung, gelten natürliche Pflanzenstoffe häufig als „intelligenter“.

 

Entourage-Effekt: Die gemeinsam starke Wirkung von Pflanzenstoffen

Hunderte natürliche Pflanzenstoffe können stärker wirken als ein einzelner isolierter Stoff alleine. Dabei verbessern gewisse Pflanzenstoffe die Aufnahme, wohingegen andere zu starke Wirkung abpuffern und zugleich unsere Zellen schützen und Transportprozesse fördern. Dadurch entsteht oft eine sanftere, aber dafür gleichzeitig tiefere Wirkung. In der Pflanzenheilkunde ist dies als sogenannter „Entourage-Effekt“ bekannt. Beispielsweise enthalten Brennnesselblätter eine beachtliche Mengen an Calcium, Magnesium, Eisen, Kalium, Silizium und Spurenelementen. Diese Mineralstoffe liegen in einem natürlichen Gleichgewicht vor, das dafür sorgt, dass sich die Stoffe in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen, anstatt sich zu blockieren. Isoliertere Stoffe hingegen, besitzt diese vernetzen Eigenschaften oft nicht, weshalb die Aufnahme schlechter funktionieren kann, oder der therapeutische Effekt deutlich schwächer ausfällt.

Nimmt man z. B. Zink als isolierten hochdosierten Stoff ein, kann dies die Aufnahme von Kupfer und Eisen hemmen und der Körper kann dadurch leichter ins Ungleichgewicht geraten. In Kräutern dagegen sind diese Mineralstoffe meist gemeinsam in abgestimmten Mengen enthalten und anstatt Konkurrenz entsteht ein harmonisches Gleichgewicht.
Ein besonders gutes Beispiel ist der Knochenaufbau. Für ein starkes Knochengerüst ist den meisten Calcium bekannt. Doch der Körper braucht gleichzeitig weitere Cofaktoren wie Magnesium, Zink, Bor, Silizium, Vitamin K und Spurenelemente, um das Calcium auch in den Knochen einbauen zu können. Fehlen diese Partnerstoffe, kann Calcium oft gar nicht optimal eingebaut werden.

Genau hier zeigen Kräuter ihre Stärke und liefern häufig bereits das entsprechende Bandbreite an Begleitstoffen mit. Auch die Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen wie Bitterstoffe, Antioxidantien oder Flavonoide sind nicht wegzudenken. Sie sind der Türöffner für wichtige Aufgaben wie der Durchblutung des Darms, der Produktion von Verdauungssäften oder der Aufspaltung und Aufnahme von Nährstoffen. Sie öffnen dem Körper überhaupt erst die Tür um Mineralstoffe sinnvoll verwerten zu können.

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Die Eigenschaften natürlicher Pflanzenstoffe

Was macht Pflanzen als Nahrungsergänzungsmittel so besonders? Pflanzen wie Kräuter, Blätter, Samen oder Wurzeln, verfügen über ein breites Spektrum wirkungsbezogenen Eigenschaften, welche bereits im Trocknungsprozess durch den Entzug von Flüssigkeit an einer enorm hohen Konzentration erlangen.

Ein weiterer interessanter Punkt ist der natürliche Schutzmechanismus für unseren Körper bei der Einnahme von natürlichen Lebensmitteln und Kräutern. Die Wirkstoffe in natürlichen Pflanzen sind eingebettet in ein biologisches Gesamtsystem, wodurch es vergleichsweise sehr selten zu einer massiven Überdosierung kommt. Zu große isolierte Mengen einzelner Stoffe können hingegen Magen und Darm belasten, Leber und Nieren überfordern oder andere Mineralstoffe verdrängen. Gerade bei langfristiger Einnahme kann ein Ungleichgewicht entstehen. Der isolierte Stoff aus einer Pflanze gewonnen, kann also manchmal belastender sein, als das ursprüngliche Kraut mit seinem vollständigen Netzwerk.

 

Die Forschung rund um Pflanzen

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mittlerweile in zahlreichen Studien mit sogenannten „ Food Matrix Effects“, also der Frage, warum natürliche Lebensmittel oft anders wirken als Einzelstoffe. Forscher:innen beobachten immer wieder, dass Mineralstoffe aus natürlichen Quellen teilweise eine bessere Bioverfügbarkeit zeigen, die sekundären Pflanzenstoffe die Aufnahme und den Stoffwechsel positiv beeinflussen oder natürliche Pflanzenstoffe oxidative Prozesse reduzieren und Entzündungen modulieren können.

Auch die moderne Ernährungswissenschaft erkennt zunehmend, dass der menschliche Körper evolutionär eher auf komplexe, natürliche Nahrungssysteme, anstatt auf einzelne isolierte Hochdosen ausgelegt ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass isolierte Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich schlecht sind. In bestimmten Situationen können isolierte Stoffe therapeutisch absolut sinnvoll sein. Doch die Natur scheint häufig raffinierter zu arbeiten, als wir lange angenommen haben.

Kräuter sind also weit mehr als nur „grüne Pflanzen“- sie sind hochkomplexe biologische Systeme in denen Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe intelligent zusammenarbeiten. Diese Wirkungskette zeigt, warum natürliche Kräuter oft besonders harmonisch, verträglich und nachhaltig wirken.

Autor:in im Spotlight

ELKE HAMETNER 

Elke Hametner verbindet jahrtausendealtes Wissen mit modernen Methoden. Ihre Ausbildungen in TCM-Ernährung, Gesichtsanalyse, Ohrakupunktur, Bowtech und Liebscher & Bracht ergänzen sich mit Matrix-Rhythmus-Therapie und Phytotherapie – natürliche Begleiter zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

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